Auf den Hund gekommen - Buenos Diaz a la "Hunde-Auffangstation La Palma"

Gestern haben wir unser Hunde-Abenteuer auf La Palma gastartet. Wir treffen uns um 10:00 Uhr mit Seniora v. Kentzingen, der Betreiberin der Pension La Tienda.

Wir fahren gemeinsam zur Hundeauffangstation, wo wir auf Adi und dessen Familie treffen, der hier liebvoll alle Hunde nicht nur kennt, sondern sich für deren Überleben geradezu aufopfert, und wir treffen auf ca. 150 Tiere, die alle samt in Not geraten, von der Hundeauffangstation des Tierschutz La Palma "notbetreut" werden.

Schnell wird mir klar, dass es hier nicht um "Tränendrüsentierschutz nach dem Räucherstäbchen-Schema" geht, wo mit süßen Welpen und einem Klingelbeutel am Strand von Tazacorte oder am Flugafen nach Geld gebettelt wird. Sondern die Hunde-Auffanstation des Tierschutzverein La Palma betreibt hier die aktive Rettung von Hunden, die oftmals bis auf die Rippen abgemagert oder schwer krank auf der Straße aufgegriffen wurden, in Pappkisten abgestellt wurden oder von Touristen auf Wanderungen gefunden wurden.

Nemo ist nur einer von vielen Hunden die keiner auf La Palma haben möchte

Nemo ist einer von vielen Hunden,
die auf La Palma keiner mehr haben wollte

Es fehlt an vielen Ecken. Z.b. wurde durch viel Engagement und Geldeisatz des Tierschutzvereins La Palma das gesamte Gelände umzäunt und es wurden verschieden Abtrennungen anglegt, um ältere Hunde von jüngeren zu trennen oder die nicht kastrierten Rüden von den bereits kastrierten zu trennen. 

Die Kastration wird von einem Tierarzt in Brenja Alta, der täglich erreichbar ist, durchgeführt. Sie bewirkt neben der Eindämmung unkontrollierter Fortpflanzung auch, dass die vielen Rüden in der Hundeauffangstation überhaupt gut zusammen leben können. Denn, das merke ich bei unserem Besuch nach wenigen Minuten, den Tieren geht es dort, trotz ihrer hohen Anzahl, sehr gut. Das wäre nicht möglich, wären diejenigen Rüden, die dort frei auf dem weitläufigen Areal harumtollen dörfen, nicht kastriert. Es gäbe eben häufige Auseinandersetzungen, die Adi, der liebevolle Hundebetreuer, bei de Masse an Tieren unmöglich in den Griff bekommen könnte.

aufgefundene und abgegebene tiere in der tierauffangstation la palma, die keiner mehr haben will

Junge Hunde in der Hunde-Auffangstation des
Tierschutzvereins La Palma.
Hunden die auf La Palma geboren werden geht es
nicht immer gut, denn sie werden zum Teil
von ihren Menschen  ausgesetzt und abgegeben. 

Es felt dem Tierschutzverein La Palma und seiner Hundeauffangstation an Geld, um z.B. ein Häuschen fertig zu bauen, in dem der Tierarzt Behandlungen durchführen könnte. Es fehlt an Geld, um die Tierarztbehandlungen im notwendigen Umfang für alle Hunde bezahlen zu können.  Es fehlt an Geld für Bäumen, die auf dem Gelände gepflanzt werden müssten, um für mehr Schatten für die vielen Tiere zu sorgen und es fehlt natürlich auch an Geld, um die notwendige Ernährung der Tiere langfristig sicher zustellen.

Nachmittags fahren wir mit einer kleinen schwer erkrankten Welpen-Dame nach Benja Alta zum Tierarzt, der das erkrankte Mädchen, wie selbstverständlich auch am Sonntag versorgt.

Wenn sie also die die Arbeit der Hunde-Auffangstation unterstützen wollen, dann helfen Sie dem Tierschutzverein La Palma mit einer kleinen Spende. Den Tierschutzverein La Palma finden Sie hier:

http://www.tierschutz-lapalma.com/

Wenn Sie auf La Palma mit einem Hund in einer Casa willkommen geheissen werden wollen, oder wenn Sie nichts gegen Hude haben, und in einem Haus unterkommen wollen, wo Hunde wie Menschen willkommen sind, dann finden Sie hier eine gute Adresse:

http://www.lapalma-pension.de/

 

 

Kommentare

Herzlichen Dank für diesen Artikel

Hallo,ich finde, man kann garnicht oft genug zur Hilfe für die Hunde auffordern.Wir werden demnächst auch auf unserer neuen La-Palma Seite einen Artikel zu diesem Thema und vor allem mit Verweis auf tierschutz-lapalma.com erstellen, damit das Thema immer präsent bleibt.Liebe Grüße,Heiko

Tierschutzverein La Palma e.V. und dessen Verantwortung ?

Hallo liebe Tierfreunde!

 Es ist inzwischen einiges passiert auf La Palma. Diejenigen Personen, die sich bis ca. Mitte 2010 ehrenamtlich für den Tierschutz La Palma e.V. vor Ort auf der Insel um die ausgesetzten und vernachlässigten Hunde gekümmert haben, wurden zum Teil ziemlich im Stich gelassen. Der Tierschutzverein La Palma e.V. scheint in 2010 leider eine eher unrühmliche Rolle gespielt zu haben, denn er hat wohl in dem Moment völlig versagt, in dem es eigentlich darauf an kam seine Leute vor Ort massiv zu unterstützen.

Die Opfer waren eh schon notleidende Hunde. Diese wurden z.B. auf dem Grundstück einer ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung für den Tierschutz La Palma e.V. tätigen Frau aber auch von Adi in der Auffangstation völlig ohne Unterstützung durch den Verein weiter versorgt. Offenbar hat sich der Tierschutz La Palma e.V. in dem Moment in dem seine Helfer vor Ort unter Druck gerieten, wohl weil einfach zu viele Tiere aufgenommen werden mussten und zu versorgen waren, zunächst von der konkreten Arbeit und Hilfe vor Ort eher zurückgezogen.

Als dann noch öffentliche Kritik geübt wurde und die ehrenamtlichen Helfer die vor Ort viele Hunde für den Verein aufgenommen hatten ünter starken Druck gerieten, stellte sich der Verein nicht unbedingt offen über die Lage berichtend hinter seine Helfer vor Ort.  Stattdessen schien eine Art Machtkampf zwischen dem Verein in Deutschland (Tierschutz La Palma e.V.) und seinen Helfern vor Ort zu entbrennen. Das ging soweit, dass eine Person vor Ort, die bis dato ehrenamtlich die Hauptkoordination (Abholen von notleidenden Tieren und Aufnahme, Tierarztkontakte, Futterspenden vor Ort Sammeln usw.) und die Arbeit vor Ort erledigte, das Handtuch warf, weil sie dem Druck nicht weiter Stand halten konnte.

Es ist als Außenstehender wirklich ser schwieirig die tatsächliche Hilfsbereitschaft und Wirkung des in Deutschland befindlichen Vereins "Tierschutz La Palma e.V." auf der Insel zu beurteilen. Es können einige Details zum Verein Tierschutz La Palma e.V. im La Palma Forum (http://www.la-isla-bonita.info/) aus dieser Zeit nachgelesen werden. Diese Details lassen zumindest Rückschlüsse auf die Tätigkeit des Vereins Tierschutz La Palma e.V. in einer Situation zu, in der die akute Hilfe für notleidende Hunde auf der Insel erforderlich wäre.

Daraus könnte die Folgerung abgeleitet werden, mit der Web-Seite dieses Vereins (Tierschutz La Palma e.V.) keine neue La Palma Webseite mehr zu verlinken. 

Einen relativ aktueller Artikel zur schwierigen Lage rund um die Situation von notleidenden Hunden auf der Insel und letztlich auch der Rolle des Tierschutz La Palma e.V. findet sich in den Nachrichten von Herrn Siebold, der seit vielen Jahren auf der Insel lebt und auf seiner Internetseite täglich mehr oder weniger qualifiziert und mehr oder weniger langatmig über Geschehnisse auf der Insel und teils auch aus seiner Familie berichtet. (www.la-palma-aktuell.de durt im Archiv den 13.März 2011 suchen.)

Grüße aus dem windigen schleswiger Nordosten!