Welpentod verhindert: "Tiggi" gerettet

Dienstag, 10.02.2010

Helga entpuppt sich als Brummbär, der immer fressen will und keine anderen Fresser an der Schüssel neben sich duldet. Das geht natürlich gar nicht, denn es sind schließlich mehr als 20 andere Tiere da, die versorgt sein wollen. Helga hat wahrscheinlich immer schon um ihr Futter gekämpft. Die erste Nacht bei Siglinde hat sie heute schlafend im Futtertrog verbracht.

Abends warten alle Hunde geduldig,
während Siggi deren Fressi Fressi vorbereitet.

Heute holt Siglinde aus der Hundeauffangstation ein kleines Welpenmädchen, dem wir wegen ihrer Lebhaftigkeit den Namen „Tiggi“ geben. Die Kleine kann dort nicht länger bleiben, weil ihre Schwester dort, kurz nachdem man sie gefunden und abgegeben hatte, an einer Lungenerkrankung, die sie sich wohl zugezogen hatte, nachdem sie von ihren Menschen einfach ausgesetzt worden war, gestorben ist.

 

Heute trifft "Tiggi" bei den kleinen Hunden im Hof von Siggi ein.

Weil es sein könnte, dass Tiggis Mutter beim Sterben von deren Schwester nachgeholfen hat, kann Tiggi auf gar keinen Fall in der großen Auffangstation bei ihrer Mutter bleiben. Das Risiko, dass die Mutter auch Tiggi töten könnte, ist zu hoch. Für solche Tiere ist die große Tierauffangstation nicht geeignet. Denn in der Masse der Hunde, die dort untergebracht werden müssen, weil auf La Palma so viele Hunde von ihren Besitzern einfach ausgesetzt werden, besteht die Gefahr, dass „mangelhafte Mutterliebe“ nicht rechtzeitig erkannt wird. Denn es gibt dort ja nur Adi, der sich aufopfernd um alle Hunde kümmert aber es sind eben einfach zu viele in Not geratene Tiere, die dort von nur einem Menschen und dessen Familie versorgt werden müssen.

Schon am Abend scheint Tiggi in der neuen Gruppe
von Tieren angekommen zu sein.

Tiggi atmet schwer und ist anfangs noch ängstlich. Doch bis zum Abend zeigt sie schon erste Eingewöhnungszeichen. Als wir gegen 21:30 Uhr den Hof mit den ca. 25 Hunden verlassen, um in unser Quartier zu fahren, hat Tiggi ein warmes Hundejäckchen bekommen und sie hat es sich bei den anderen kleinen Hunden auf einer Matte unter einem Tisch in der warmen Waschküche gemütlich gemacht.

Nils ist einer von vielen Hunden, die auf eine neue Familie hoffen. Für diese Hoffnung würde er auch eine lange Reise nach Deutschland in kauf nehmen. Nils durfte an einem Tag auch mal mit uns an der Leine Spazieren gehen, was ihm viel Spass gemacht hat. Er kann aber nicht allein sein, braucht also ein Zuhause, wo er immer mitgenommen werden kann (auch in die Arbeit seines neuen Frauchen oder Herrchen). Am liebsten hätten wir ihn gleich auch noch mit nach Deutschland genommen, aber wir hatten schon 2 Hunde zur Mitnahme eingeplant.

Bilanz in Zahlen nach 3 Tagen Mithilfe bei Siglinde und ihrer Arbeit für den  Tierschutz La Palma e.V.:

Seit wir am Sonntag bei Siglinde aufgetaucht sind, hat sie zwei ausgesezte oder abgegebene neue Tiere dazu bekommen, gestern die gewichtige Helga und heute die kleine Tiggi.

Nils ist ein Mischling mit kurzen Beinen in dem wohl etwas von
einem Dackel steckt. Er ist anhänglich und hat ein sehr
weiches seidiges Fell.